Kettendehnung, Rußablagerungen und verkohlte Auslassventile: Ein Blick auf die häufigsten Probleme des Renault 1.2 TCe-Motors
In diesem Artikel werden wir uns mit den Problemen beim 1.2 TCe mit einem verbrannten Auslassventil befassen.

Symptome bei Problemen mit dem Renault 1.2 TCe-Motor
Der Nissan/Renault-1,2-TCe-Motor, der unter anderem im Dacia Dokker verbaut ist, weist häufig eine Vielzahl von Motorproblemen auf, darunter das berüchtigte Durchbrennen des Auslassventils, das selbst erfahrene Mechaniker vor Herausforderungen stellt. Motorsymptome wie Kettenausdehnung, Ruß im Ansaugtrakt, Verschleiß der Nockenwelle, festsitzende Kolbenringe und insbesondere das Durchbrennen des Auslassventils im Renault 1,2-TCe-Motor stellen jeweils ganz eigene Herausforderungen dar. Zudem können diese Symptome auch gemeinsame Ursachen haben, wie beispielsweise Rußablagerungen an den Öldichtringen. Bei der Behebung dieser Symptome geht es nicht nur darum, eine schnelle Abhilfe zu schaffen, sondern die eigentlichen Ursachen zu verstehen und eine dauerhafte Lösung anzubieten.
In dieser ausführlichen Betrachtung konzentrieren wir uns auf einen Dacia Dokker mit dem Renault 1.2 TCe-Motor und einer Gesamtlaufleistung von 64.000 km, der zwar sorgfältig gewartet wurde, dennoch jedoch einem der bekanntesten Probleme dieses Motors zum Opfer gefallen ist: einem durchgebrannten Auslassventil an Zylinder 3. Obwohl wir mit den unzähligen Problemen, die dieser Motor verursachen kann, bestens vertraut sind, wird unser Fokus in dieser Fallstudie auf diesem speziellen Ventilproblem liegen.
Fahrprofil: Dieses Fahrzeug wird vorwiegend für kurze Fahrten genutzt und hat eine durchschnittliche jährliche Laufleistung von 9.000 km.
Ein Wort an die Techniker: Techniker sollten stets bedenken, dass es bei der Diagnose von Symptomen am Renault 1.2 TCe-Motor entscheidend ist, zunächst zu prüfen, ob der Ölverbrauch des Motors ungewöhnlich hoch ist. Dies hilft dabei, den Umfang der erforderlichen Reparatur zu bestimmen. Während sich der Hersteller zu den maximalen Ölverbrauchswerten nicht äußert, liegt unsere Empfehlung bei maximal 0,25 l/1000 km (621 mi).

Allgemeine Symptome, die bei Auftreten dieses Problems auftreten:
Der Motor läuft im Leerlauf etwas unruhig, was aufgrund dieser nur geringfügigen Abweichung zunächst keine Besorgnis erregen dürfte. Es kann gelegentlich zu Aussetzern kommen, und in manchen Fällen scheint der Motor nur mit drei Zylindern zu laufen. Es ist jedoch zu beachten, dass der Motor selbst bei einem durchgebrannten Ventil diese Störung in erheblichem Maße ausgleichen kann. Diese Anpassungsfähigkeit kann die Schwere des Problems verschleiern, was dazu führen kann, dass ein schwerwiegender Fehler wie ein durchgebranntes Ventil übersehen wird. Bei einer Diagnose könnten einer oder mehrere der folgenden Fehlercodes angezeigt werden:
- P0300 / P0300-66 / DTC030066 – Zufällige/mehrere Zylinderaussetzer erkannt
- P0301 / P0301-66 / DTC030166 – Fehlzündung in Zylinder 1 festgestellt
- P0302 / P0302-66 / DTC030266 – Fehlzündung in Zylinder 2 festgestellt
- P0303 / P0303-66 / DTC030366 – Fehlzündung in Zylinder 3 festgestellt
- P0304 / P0304-66 / DTC030466 – Fehlzündung in Zylinder 4 festgestellt
Probleme mit Ruß
Direkteinspritzmotoren, insbesondere die Variante Renault 1.2 TCe, sind dafür bekannt, dass sich bereits bei überraschend geringen Laufleistungen Kohlenstoffablagerungen bilden,

manchmal bereits nach 30.000 km (18.600 Meilen). Die Hauptursachen für dieses Problem sind zweierlei: die konstruktionsbedingten Eigenschaften des Motors und die Betriebsbedingungen, unter denen er läuft.
Bei diesen Motoren wird Benzin direkt in den Brennraum eingespritzt. Dadurch werden die Einlassventile umgangen, was bedeutet, dass das Benzin nicht – wie bei herkömmlichen Motoren – dazu beiträgt, diese sauber zu halten. Die Luft, die an diesen Einlassventilen vorbeiströmt, ist ein Gemisch aus Frischluft, Dämpfen aus der Kurbelgehäuseentlüftung und Abgasen aus dem AGR-System. Diese Mischung schafft – insbesondere unter bestimmten Fahrbedingungen – ein günstiges Umfeld für die Bildung von Kohlenstoffablagerungen an den Einlassventilen.
Durchgebranntes Auslassventil beim Dacia Dokker 1.2 TCe

In solchen Situationen ist es für eine Werkstatt nur allzu leicht, dem Kunden einen schnellen Kostenvoranschlag zu unterbreiten, bei dem ausschließlich der Austausch oder die Reparatur des Zylinders im Mittelpunkt steht
Kopf und Ventil. Ein solcher Ansatz löst zwar das unmittelbare Problem, lässt jedoch oft die eigentliche Ursache außer Acht. Glücklicherweise entschied man sich bei diesem Workshop für einen
einen anderen Weg eingeschlagen. Anstatt sich für eine Schnelllösung zu entscheiden, nahmen sie sich die Zeit, die Ursache des Problems gründlich zu untersuchen, um nicht nur eine Reparatur, sondern eine Lösung zu gewährleisten, die das eigentliche Problem angeht.

Zündkerzen: Die stillen Indikatoren für den Zustand des Motors
Zwar liefern Diagnosegeräte wertvolle Informationen, doch oft verraten Zündkerzen mehr über den Zustand eines Motors als jede digitale Anzeige. Eine Sichtprüfung dieser Bauteile sollte stets die wichtigste Überprüfung des Zustands sein, selbst bei neueren Fahrzeugen. Ihr Zustand bietet einen direkten Einblick in den Zustand des Motors.
allgemeine Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

Ein beschädigter Porzellanisolator an einer Zündkerze kann ein deutliches Anzeichen für zugrunde liegende Motorprobleme sein. Doch was führt zu dieser Beschädigung? Hierfür können mehrere Faktoren verantwortlich sein:
- Detonation oder Vorzündung: Dies ist eine häufige Ursache. Wenn das Luft-Kraftstoff-Gemisch in den Zylindern nicht durch den Funken der Zündkerze, sondern durch die Kompressionswärme vorzeitig gezündet wird, kann dies zu einem starken Druckanstieg führen, wodurch das Porzellan der Zündkerze beschädigt wird.
- Fremdkörper: Kleine Partikel oder Verunreinigungen im Inneren der Brennkammer können sich zwischen dem Porzellan und dem Kolben oder dem Zylinderkopf festsetzen und dazu führen, dass das Porzellan Risse bekommt oder absplittert.
- Falsche Installation: Ein zu festes Anziehen oder ein Verkanten des Gewindes beim Einbau der Zündkerze kann zu Spannungsrissen im Porzellan führen.
- Thermoschock: Schnelle Temperaturschwankungen in der Brennkammer können dazu führen, dass das Porzellan Risse bekommt.
- Kraftstoff minderer Qualität: Brennstoff von minderer Qualität oder verunreinigter Brennstoff kann zu einer unvollständigen Verbrennung führen, wodurch sich heiße Stellen bilden, die das Porzellan beschädigen können.
- Falsche Wärmewertklasse der Zündkerze: Die Verwendung einer Zündkerze mit einem für den Motor ungeeigneten Wärmewert kann zu Überhitzung oder Vorzündung führen, was beides das Porzellan beschädigen kann.
Angesichts der bekannten Vorgeschichte des Fahrzeugs können wir Probleme im Zusammenhang mit Fremdkörpern, unsachgemäßem Einbau, minderwertigem Kraftstoff und einer falschen Zündkerzen-Wärmestufe mit Sicherheit ausschließen. Dies grenzt unseren Untersuchungsbereich ein und unterstreicht, wie wichtig es ist, bei der Fehlerdiagnose die Vorgeschichte des Fahrzeugs zu kennen. Die Behebung der eigentlichen Schadensursache – und nicht nur der Austausch der Zündkerze – ist entscheidend für die Langlebigkeit und die optimale Leistung des Motors.

Die Prüfung des Zylinderkopfs ergibt Verbrennungsprobleme bei Zylinder 2 und 3
Bei der Sichtprüfung des Zylinderkopfs wird deutlich, dass in den Zylindern 2 und 3 eine Unregelmäßigkeit bei der Verbrennung oder der Temperatur vorliegt. Diese Beobachtung deckt sich mit den Beschädigungen an der Porzellanschicht der Zündkerzen und unterstreicht einmal mehr die Bedeutung eines umfassenden Diagnoseansatzes. Das Erkennen solcher Unregelmäßigkeiten im Verbrennungsprozess ist entscheidend, da sie zu einer Reihe von Motorproblemen führen können, wenn sie nicht behoben werden.
Ölverbrauch bei 1,2-TCe-Motoren: Eine der Hauptursachen für Probleme mit verbrannten Auslassventilen

Ein anhaltender Ölverbrauch bei Motoren dieser Art ist nicht nur ein kleines Ärgernis, sondern ein ernstzunehmendes Problem, das zu schwerwiegenderen Folgen führen kann. Wenn ein Motor Öl verbraucht, kommt es in der Regel zu deutlich stärkeren Kohlenstoffablagerungen. Diese verstärkte Ablagerung erhöht das Risiko, dass ein oder mehrere Auslassventile durchbrennen.
Das Vorhandensein von Öl in der Brennkammer kann den Verbrennungsprozess stören und zu einer verzögerten und ineffizienten Verbrennung führen. Diese Verzögerung führt zu erhöhten Verbrennungstemperaturen. Zudem führt der verzögerte Verbrennungsprozess dazu, dass sich die Auslassventile öffnen, bevor die Verbrennung vollständig abgeschlossen ist, wodurch überschüssige Wärme entsteht, die dazu führen kann, dass die Auslassventile verbrennen oder undicht werden.
Anhand der Bilder könnte man leicht annehmen, dass dieser Motor eine beträchtliche Menge Öl verbrauchte. In Wirklichkeit war sein Verbrauch jedoch mit nur 0,5 l pro 100 km relativ gering.
Das Einbringen von Öl in den Brennraum wirkt sich praktisch so aus, als würde die Oktanzahl des Kraftstoffs gesenkt. Dies verlangsamt den Verbrennungsprozess, was zu einer Verzögerung im Verbrennungszyklus führt. Infolgedessen kann es im Motor zu Klopfen oder Klingeln kommen, beides hörbare Anzeichen für eine Vorzündung. Mit der Zeit kann diese verzögerte Verbrennung zu einer erhöhten Belastung der Motorkomponenten führen, was möglicherweise vorzeitigen Verschleiß und Schäden zur Folge hat. Darüber hinaus kann die veränderte Verbrennungsdynamik zu höheren Verbrennungstemperaturen führen, was das Risiko einer Beschädigung kritischer Komponenten wie der Auslassventile weiter erhöht.
Überprüfung der wichtigen Kolbenringe: Ein einfacher Test bei abgenommenem Zylinderkopf
Da der Zylinderkopf bereits ausgebaut ist, bietet sich nun eine gute Gelegenheit, die Kolbenringe, insbesondere die Öldichtringe, zu überprüfen. Indem wir die Kolben ausrichten und Benzin darüber gießen, können wir ganz einfach
ihre Unversehrtheit zu beurteilen. Bleibt das Benzin an den Kolben aller Zylinder stehen, deutet dies darauf hin, dass die Kolbenringe in gutem Zustand sind und dicht schließen.

In dem bereitgestellten Video wird bei abgenommenem Zylinderkopf Benzin auf die Kolben gegossen – ein einfacher, aber wirksamer Diagnosetest. Die Ergebnisse sprechen für sich: Während das Benzin auf einigen Kolben stehen bleibt, sickert es bei den Zylindern 2 und 3 ab. Diese Undichtigkeit bestätigt die Vermutungen, die bereits bei den früheren Untersuchungen der Zündkerzen, der Ventilverfärbung und der Verfärbung des Zylinderkopfs aufgekommen waren. https://youtu.be/jUOcx5k3yaU
Unerwartete Erkenntnisse: Ausgerichtete Ringlücken an den Kolben
Beim Ausbau der Kolben wurde eine unerwartete Beobachtung gemacht: Die Spalte der Kolbenringe waren perfekt aufeinander ausgerichtet. Interessanterweise war diese Ausrichtung nicht nur bei den problematischen

Zylinder 2 und 3, aber auch an Zylinder 1, der beim Benzintest keine Undichtigkeit gezeigt hatte. Zudem hatten die Zylinder 1 und 4 vor der Demontage einen guten Kompressionsdruck aufgewiesen.
Da der Motor noch nie zerlegt worden war – nicht einmal im Rahmen der Garantie –, war diese Ausrichtung überraschend. Zwar ist es nicht ungewöhnlich, dass sich Kolbenringe drehen und dann zum Stillstand kommen, wenn sich die Spalte ausrichten, doch handelt es sich dabei in der Regel nicht um einen erwünschten oder beabsichtigten Zustand. Im Fall dieses Motors waren die ausgerichteten Kolbenringabstände zwar unerwartet, stellten jedoch nicht die eigentliche Ursache für die aufgetretenen Probleme dar. Diese Erkenntnis unterstreicht die Komplexität der Motordiagnostik und wie wichtig es ist, keine voreiligen Schlussfolgerungen aufgrund einzelner Beobachtungen zu ziehen.



Ruß am Ölring als Ursache identifiziert
Das Rätsel um die Verbrennungsprobleme und den Ölverbrauch ist nun gelöst. Bei genauerer Untersuchung wurde eine erhebliche Rußablagerung am Ölring festgestellt. Die bereitgestellten Bilder verdeutlichen diese Rußablagerung anschaulich und weisen sie als Hauptursache für die Motorprobleme aus. Eine solche Ablagerung kann die Funktion des Ölrings beeinträchtigen, was sowohl zu Verbrennungsverlusten als auch zu erhöhtem Ölverbrauch führt.

Eine gründliche Inspektion ergibt, dass die Kolbenringe und Lager keine Verschleißerscheinungen aufweisen

Nachdem der Techniker die Rußablagerungen am Ölring festgestellt hatte, unternahm er den nächsten logischen Schritt: die Reinigung und Vermessung der Kolbenringe. Die Ergebnisse waren beruhigend. Trotz der Probleme, mit denen der Motor zu kämpfen hatte, wiesen die Kolbenringe keine Verschleißanzeichen auf, was darauf hindeutete, dass sie sich noch in gutem Zustand befanden.
Darüber hinaus wurden auch die Lager an der Pleuelstange überprüft und vermessen. Auch diese befanden sich in einwandfreiem Zustand und wiesen keinerlei Anzeichen von Verschleiß oder Beschädigungen auf. Diese Begutachtung bestätigt, dass der Motor nicht unter unzureichender Schmierung litt.


Der Einfluss von Benzin auf Ruß: Ein experimenteller Versuch
Um der Sache auf den Grund zu gehen, führte der Techniker ein Experiment durch, um festzustellen, ob Benzin den am Ölring angesammelten Ruß auflösen könnte. Der mit Ruß beladene Ölring war

in einen verschlossenen, mit Benzin gefüllten Behälter gegeben und mehrere Stunden lang ungestört belassen.
Die Ergebnisse waren eindeutig: Das Benzin hatte keinerlei Einfluss auf den Ruß. Dieser haftete weiterhin fest am Ölring, was beweist, dass Benzin nicht in der Lage ist, Ruß an Ölringen aufzulösen. Dieses Experiment lieferte nicht nur wertvolle Erkenntnisse über die Natur der Rußablagerungen, sondern machte auch deutlich, welche Herausforderungen bei der Bewältigung solcher Probleme bestehen. https://youtu.be/lOo1YmuPBoU
Umgang mit neuen Öldichtringen: Ein Wort der Vorsicht

Beim Erhalt neuer Öldichtungsringe ist zu beachten, dass diese häufig in empfindlicher Verpackung geliefert werden. Angesichts ihrer präzisen Konstruktion und der entscheidenden Rolle, die sie für die Motorleistung spielen, ist es unerlässlich, sie bei Erhalt gründlich zu prüfen. Stellen Sie sicher, dass keine Beschädigungen, Verformungen oder Anzeichen von unsachgemäßer Handhabung vorliegen.
Fast ein durchgebranntes Auslassventil in Zylinder 2

Der Auslassventilsitz in Zylinder 2 ist gleichmäßig geschwärzt, was darauf hindeutet, dass das Ventil keinen gleichmäßigen Kontakt zum Zylinderkopf hatte. Dieser nicht optimale Kontakt behindert die effiziente Wärmeübertragung vom Auslassventil zum Zylinderkopf. Diese Wärmeübertragung ist entscheidend für die Erhaltung der Unversehrtheit des Ventils, und jede Beeinträchtigung kann im Laufe der Zeit zum Durchbrennen des Ventils führen.
Was wäre passiert, wenn wir nur das durchgebrannte Auslassventil oder den Zylinderkopf repariert hätten?
Sich lediglich mit dem Auslassventil oder dem Zylinderkopf zu befassen, ohne der Ursache auf den Grund zu gehen, wäre nur eine vorübergehende Lösung gewesen. Das ist so, als würde man ein Pflaster auf eine Wunde kleben, ohne die zugrunde liegende Infektion zu behandeln.
Randbemerkung: Die Bedeutung der Prüfung von Einspritzdüsen und der Überwachung von Zündkerzen
Bei einer solchen Reparatur ist es unerlässlich, auch die Einspritzdüsen zu prüfen, da sie eine entscheidende Rolle im Verbrennungsprozess spielen. Darüber hinaus sollte die Werkstatt bei künftigen Wartungskontrollen die Farbe der Zündkerzen im Auge behalten. Diese Maßnahmen gewährleisten eine umfassendere und dauerhaftere Lösung.

Durchgebranntes Auslassventil beim Renault 1.2 TCe
Die Hauptursache für das Durchbrennen des Auslassventils im Renault 1.2 TCe-Motor ist der Ölverbrauch, der durch mit Ruß- oder Kohlenstoffablagerungen verstopfte Öldichtringe noch verstärkt wird. Diese Ablagerungen verhindern die ordnungsgemäße Funktion der Ringe, was zu einem erhöhten Ölverbrauch führt. Gelangt Öl in den Brennraum, stört es den Verbrennungsprozess und führt zu einer verzögerten und ineffizienten Verbrennung. Diese Verzögerung führt zu erhöhten Verbrennungstemperaturen, die dazu führen können, dass die Auslassventile verbrennen oder undicht werden.
Wenn wir lediglich das beschädigte Auslassventil oder den Zylinderkopf reparieren oder austauschen würden, würden wir nur das Symptom bekämpfen, nicht die Ursache. Der Motor würde wahrscheinlich eine Zeit lang reibungslos laufen, aber da aufgrund der beschädigten Öldichtringe weiterhin Öl in den Brennraum sickert, würde das gleiche Problem erneut auftreten. Das Auslassventil wäre erneut höheren Temperaturen ausgesetzt, was zu einem weiteren möglichen Durchbrennen führen würde.
Im Grunde genommen würde das Problem ohne die Beseitigung der eigentlichen Ursache – der mit Ruß verstopften Öldichtringe – immer wieder auftreten, was zu wiederholten Reparaturen, erhöhten Kosten und längeren Ausfallzeiten des Fahrzeugs führen würde. Es ist unerlässlich, die Zusammenhänge zwischen den Motorkomponenten und den Dominoeffekt zu verstehen, den ein einzelnes Problem auf das gesamte System haben kann. Das unmittelbare Problem zu beheben, ohne dessen Ursprung zu verstehen, ist ein kurzsichtiger Ansatz, der später zu größeren Herausforderungen führen kann.
Wer ist also für all diese Probleme verantwortlich?
Wenn man sich mit den Feinheiten der Automobiltechnik befasst, wird deutlich, dass die Probleme mit dem Renault-Nissan-H-Motor auf eine Kombination aus folgenden Faktoren zurückzuführen sind:

Faktoren, von denen jeder seine eigene Ebene der Komplexität beiträgt.
Ingenieure sehen sich einer Vielzahl von Einschränkungen gegenüber. Mit jedem Wechsel der Euro-Norm, wie beispielsweise dem Übergang von Euro 5 zu Euro 6, nehmen die Herausforderungen zu. Sie müssen sich nicht nur technischen Herausforderungen stellen, sondern sich auch an sich ändernde Vorschriften anpassen. Materialien und Additive, die früher bei der Motorkonstruktion zum Einsatz kamen, kommen aus Umweltschutzgründen nun nicht mehr in Frage, was Ingenieure dazu zwingt, neue Lösungen zu finden.
Hinzu kommt die Entwicklung im Bereich Öl und Kraftstoffe, die eine weitere Variable mit sich bringt. Hinzu kommt der stetig wachsende Anspruch an die Leistung. Die Verbraucher wünschen sich mehr Leistung von ihren Fahrzeugen, gleichzeitig gibt es jedoch einen anhaltenden Druck, die Emissionen zu senken – und das alles bei weiterhin erschwinglichen Preisen.
Auch die Art und Weise, wie ein Auto genutzt wird, spielt eine wichtige Rolle. Selbst mit den besten Ersatzteilen, dem besten Öl und dem besten Kraftstoff kann das Fahrverhalten einen erheblichen Einfluss auf den Motor haben. Bedenken Sie Folgendes: Hier ist ein Video Dies veranschaulicht, wie lange es dauert, bis ein Motor seine optimale Betriebstemperatur erreicht. Stellen Sie sich diesen Motor in einem kalten Klima vor, mit einem Fahrer, der das Auto startet und es vor jeder kurzen Fahrt im Leerlauf laufen lässt. Diese Gewohnheit kann im Laufe der Zeit zu Problemen führen, unabhängig davon, wie gut das Auto gewartet wird.
Als Techniker können wir jedoch einen positiven Beitrag leisten. Indem wir hochwertige Teile und Öle auswählen, Kunden zu besseren Fahrgewohnheiten anleiten und regelmäßige Ölwechsel (entweder jährlich oder alle 10.000 bis 15.000 km) empfehlen, können wir dazu beitragen, eine längere Lebensdauer des Motors zu gewährleisten – selbst unter schwierigen Bedingungen.
Vergleich von Motoren mit reduziertem Hubraum: 1,2 TCe des Dacia Dokker vs. V6 des Mazda MX-3
Vergleich:
Im Bereich der Automobilentwicklung verdeutlicht der Vergleich zwischen dem 1,2-TCe-Motor des Dacia Dokker und dem V6-Motor des Mazda MX-3 aus den 1990er Jahren, wie weit die Motorentechnologie inzwischen fortgeschritten ist.
- Dacia Dokker mit 1,2-TCe-Motor (4 Zylinder):
- Mazda MX-3 V6 (1992–1996):
- Hubraum: 1,8-Liter-V6
- PS: 130 PS
- Euro-Norm: Euro 1 oder Euro 2
Obwohl er deutlich kleiner ist, erreicht der 1,2-TCe-Motor des Dacia Dokker die gleiche Leistung wie der größere 1,8-Liter-V6-Motor des Mazda MX-3. Noch beeindruckender ist, dass der Motor des Dokker bei gleicher Leistung die wesentlich strengere Abgasnorm Euro 6 erfüllt, was die Effizienz und die ökologischen Fortschritte moderner Downsizing-Motoren im Vergleich zu ihren älteren Vorgängern unterstreicht.
Video zu den Merkmalen des Motors
Die Bilder und Recherchen zu diesem Artikel wurden freundlicherweise von Christophe Veriter (BE) zur Verfügung gestellt.
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